Am 5. Mai besuchte uns eine fünfköpfige Delegation aus A Coruña, einer Hafenstadt ganz im Nordwesten von Galizien/Spanien gelegen. Dort arbeiten Sie an der CIFP Someso, einer öffentliche Einrichtung für berufliche Bildung, die der Regionalregierung von Galizien (Xunta de Galicia) untersteht. Das CIFP Someso bietet Ausbildungsgänge in 5 Berufsfeldern an: Körperpflege, Kfz-Mechanik, Holz und Möbel, Bauwesen und Tiefbau sowie Maschinenbau.
Die angebotenen Bildungsstufen umfassen die postsekundäre Bildung (ISCED-Level 3) und die Hochschulbildung (ISCED-Level 5). Aktuell unterrichten dort ca. 105 Lehrkräfte ca. 1300 Schüler*innen.
Im Rahmen eines Job-Shadowings unternahm diese Delegation eine Fortbildungsreise nach Bayern und Baden-Württemberg, in der sie eine Woche lang viele Beteiligte mit Bezug zum Baustoff Holz besuchten: Lehrstühle (u. a. an der TU München), Baustellen, Unternehmen, erfolgreich abgeschlossene Projekte im Holzbau, etc. Und damit im Bereich der Beruflichen Bildung auch unser Schulzentrum, um mehr über das deutsche Ausbildungssystem zu erfahren und unsere modernen, neuen Praxishallen zu besichtigen. Wir danken nochmal herzlichst für den kurzweiligen, sehr intensiven Austausch und freuen uns, wenn wir in Zukunft wirklich gemeinsame Erasmus-Projekte realisieren können!

Im Fach Baustofftechnologie hatten die Lernenden aus den 1.Klassen die Aufgabe, einen ihnen zugeteilten Baustoff in Rahmen eines Referats ihrer Klasse näherzubringen. Mit der bereits vorhandenen Praxiserfahrung entwickelten sie interaktive Präsentationen mit zahlreichen Tipps und Tricks aus dem Berufsalltag! Dabei entstanden beispielsweise eine Einführung in die Anforderungen und Erstellung von Bewehrungsplänen, eigene wissenschaftliche Experimente zu den Eigenschaften von Kunststoffen, komplexe wissenschaftliche Vorträge, eine interaktive Anleitung zum Einbau und Einstellung von Fenstern, Teergehaltsprüfungen von Fahrbahnproben, aber auch eine praktische Umsetzung des Eisenflechtens im Klassenzimmer unter dem geschulten Auge der Referenten. Die Schülerinnen und Schüler teilten so ihr Fach- und Praxiswissen mit ihrer Klasse und zeigten, wie viele erstklassige Kompetenzen in den Klassen der Fachschule zusammenkommen!
Exkursion ins modernste Ziegelwerk Süddeutschlands: Die Klasse BT1A besuchte am 19. Mai die Hörl & Hartmann Ziegeltechnik GmbH & Co. KG bei Dachau. Regionalvertriebsleiter Martin Esterl führte die Gruppe über das gesamte Gelände und gab tiefere Einblicke in die Produktionsabläufe, Maschinen und Anlagen.
Das Unternehmen setzt stark auf Nachhaltigkeit. Die Rohstoffe stammen direkt aus der Umgebung – die Transportwege sind so kurz, dass LKWs die öffentlichen Straßen oft gar nicht erst befahren müssen. Ihren hohen Energiebedarf deckt die Firma bilanziell fast vollständig selbst durch ein eigenes Windrad und Solaranlagen auf dem Gelände. Ab Herbst sorgt zudem eine eigene Gasbereitstellungsanlage für energetische Unabhängigkeit.
Auch für das Städt. Berufsschulzentrum für das Bau- und Kunsthandwerk ist Hörl & Hartmann bereits ein langjähriger Partner: Das Unternehmen liefert eigens hergestellte NF-Formate, mit denen Auszubildende, Fach- und Meisterschüler*innen in der Maurerhalle praxisnah arbeiten können!
Wir bedanken uns auch hier nochmal herzlichst für die Führung!
Während im sportlichen Bereich Triple-Hoffnungen in München bereits begraben sind, dürfen/müssen bei uns alle Bautechniker*innen diesen Dreiklang aus Planung, Ausführung und Präsentation holen. Vom 4. – 14.Mai 2026 startete die lehrreichste Phase des Projekts: in 3er/4er-Gruppen wurde ein ausgewählter Eingabeplan in Gruppenarbeit statt in regulärem Unterricht in fast allen Fächern des 2.Schuljahrs bearbeitet. Aufgabenstellung diesmal: Die Planung eines oder mehrerer Wohngebäude mit insgesamt 3 Wohneinheiten mit je einem PKW-Stellplatz pro Wohneinheit. Die Wohneinheiten müssen unterschiedlich groß sein und müssen eine Zweckgemeinschaft aufnehmen (z. B. Studenten-WG). Pro Wohneinheit sind 2 Fahrradabstellplätze nachzuweisen. Im Bereich Tiefbau war die Aufgabenstellung „Erschließung des Gewerbegebiets Reith in Armstorf“ zu bearbeiten. Zum Abschluss stellte jede Planungsgruppe ihre Ergebnisse der fiktiven Bauherrenschaft (Plenum aus Jury und Schüler*innen unseres Schulzentrums) vor. Auch hier beeindruckten viele Gruppen mit ihren Entwürfen!
Die meisten Leserinnen und Leser sind der englischen Sprache ausreichend mächtig und wissen, dass es für die angehenden Straßenbaumeister aus der BT1E und BT2E in den Osterferien nicht zum Arbeiten in südlichen Olivenhainen, sondern zum Pflastern in den Keller von Bauteil E geht. Dort findet zum 1. Mal seit 8 Jahren wieder der geblockte Praxisunterricht im Straßenbauerhandwerk statt – am letzten Freitag zudem auch die Praktische Meisterprüfung. Nachdem dieser Teil der Prüfungen letztes Jahr ausfallen musste, sind dieses Jahr zwei Jahrgänge gleichzeitig aktiv. Viel Erfolg bei Vorbereitung und Prüfung!
Im Rahmen von Exkursionen begab sich ein Kurs Arbeitsvorbereitung auch dieses Jahr zu mehreren Baustellen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf fächertypischen Fragestellungen wie zur Baustelleneinrichtung, Bauverzug, schriftliche Kommunikation, Arbeitssicherheit, etc. Aber natürlich schauen wir auch nicht weg bzw. fragen nach, wenn es um WU-Bauweise bei Beton, Bewehrungsführung, Hohlkugeldecken, Schallentkopplung bei Treppen oder Brandschutz (Kurzvortrag hierzu auf dem Weg durch Hr. Reichl) im SAP Garden geht. WIr danken auch an dieser Stelle nochmal den Firmen Krämmel Bau und Grossmann Bau, die unserern Bautechniker*innen diese interessanten Einblicke gewähren konnten!
Am 6. März besuchte die BT2E den Bayerischen Landtag im Maximilaneum (erbaut bis 1874) und erhielt dabei Einblicke in die Geschichte und Architektur des Gebäudes. Im Anschluss folgte eine Baustellenbesichtigung der Modernisierungsarbeiten in den Untergeschossen. Der Freistaat Bayern investiert hier ca. 187 Mio. Euro bis zur Fertigstellung im Jahr 2032. Dabei wurden uns aktuelle Maßnahmen zur technischen Erneuerung, statischen Sicherung und zum Bauen im denkmalgeschützten Bestand erläutert. Die Kavernen/Katakomben werden/wurden bereits freigelegt, teilweise statisch verstärkt. Die so entschehenden Räumlichkeiten sollen u. a. für eine neue und effiziente Technikzentrale genutzt werden. Diese kurzweilige Exkursion verband wunderbar Informationen zu Historie und Demokratie mit praxisnahen, bautechnischen Eindrücken!
Wie fast jedes Jahr zog sich auch 2025/26 die Meistermusi für ein Wochenende auf eine Hütte zurück, um gemeinsam zu musizieren: Blasmusik, die Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler zusammenbringt! Dieses Jahr gings vom 6. – 8. März auf die Wallner Alm über dem tiroler Inntal!
Das Milliarden- und Jahrhundertprojekt 2. Stammstrecke München wurde mit einem offiziellen Spatenstich 2017 begonnen. Knapp 10 Jahre später konnte eine weitere Klasse (BT 1A) dank der Organisation ihres Klassleiters Hr. Reimers die Großbaustelle genauer inspizieren. Am 28. Januar begann die Führung im Baubüro an der Richelstr. (Nähe Donnersberger Brücke) mit Einführung und Unterweisungen und einer ersten Führung über das dortige Baufeld und den Einfahrttrog. Im Anschluss folgte mit der S-Bahn der Transfer zum Baufeld Hauptbahnhof und erneute Unterweisungen u.a. in den Sauerstoffselbstretter-Rucksack, da es hier bis zu 40 Meter in die Tiefe ging! Es war eine unglaublich informative Führung mit beeindruckenden Zahlen zu Logistik, Herausforderungen, etc. Stand heute will man mit der Stammstrecke 2036 in Betrieb gehen und 2038 soll auch der neue Hauptbahnhof eröffnet sein. Aktuell belaufen sich die Kosten für das Projekt auf ca. 11 Milliarden Euro.
Am 26. Februar unternahm die BT2D gemeinsam mit Klassleiter Jakob Bauer eine Exkursion zum Gut Freiham. Dieses wird von der Edith-Haberland-Wagner-Stiftung, welche das Gut 2014 erworben hat, denkmalgerecht saniert. Geführt wurde unsere Gruppe von einem ehemaligen Schüler unserer Fachschule, dem Zimmerermeister Hr. Platzer von der Zimmerei Frank (Ausführung der Holz- und Stahlarbeiten) und dem Historiker der Stiftung, Hr. Schumacher. Die Fassmanufaktur beispielsweise wurde komplett unterfangen und neu unterkellert mit einem umlaufenden Ring von (Sicht-)Bohrpfählen und ist jetzt Fasslager der Augustiner Brauerei mit ca. 3.500 Fässern.
Es war eine sensationelle Führung mit Einblicken in denkmalgerechte Restaurierung von Gebäuden mit einer Kombination aus traditioneller Handwerkskunst. Detaillierte Informationen hierzu finden Sie aber auch auf der oben verlinkten Seite der Stiftung.
Im angeschlossenen Biergarten und Wirtshaus „Zum Gustl“ fand abschließend dann die Reflexionsrunde statt. Herzlichsten Dank nochmal an Hr. Platzer und Hr. Schumacher, die uns kompetent durch das Gut geführt haben!